
Einfach gesagt geht es bei LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis) um die Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Manchmal führt der Name Lasek zu Verwirrung, da er ähnlich dem Begriff Lasik ist. Lasek kann als Weiterentwicklung der PRK bezeichnet werden. Diese Abkürzung steht für Photorefraktive Keratektomie. Bei der Lasek Methode wird allerdings, anders wie bei der PRK die oberste Hornhautschicht (Epithel) erhalten. Das Deckhäutchen wird also nicht entfernt, sondern präpariert und dann zunächst beiseite geschoben. Nun folgt – wie bei der PRK auch - die Modellierung der oberen Hornhautschichten mittels Laser. Zum Schluss der Augenbehandlung wird das Deckhäutchen zurückgeschoben und eine Schutzlinse platziert. Die Lasek Methode verbindet die Vorteile der PRK mit den Vorteilen von Lasik. Allerdings erreicht die Lasek-Variante nicht ganz die „Annehmlichkeiten“, die Lasik bieten kann. Daher ist nach wie vor die Lasik Methode, die am häufigsten angewandte Methode zur Korrektur des Sehvermögens. Lasek kann bei Patienten angewendet werden, bei denen die Kurzsichtigkeit bei etwa -1 bis -6 Dioptrien liegt. Bei einer Hornhautverkrümmung kann Lasek ebenfalls genutzt werden, hier meist bis zu 3 Dioptrien. Auch wenn heute nahezu alle Arten von Fehlsichtigkeit behandelt werden können, muss das Behandlungskonzept und die Wahl - Lasik oder Lasek - immer individuell erarbeitet werden. Daher gibt es auch keine allgemeingültige Regel, wonach es die Methode für alle gibt. Zumindest derzeit noch nicht.
Fehlsichtigkeit ist keine Seltenheit. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit sind nur einige der Fehlsichtigkeiten, die auftreten können. Bei der Kurzsichtigkeit ist das Sehen in der Ferne unscharf. Dinge, die weiter weg sind, können dann oft nur sehr verschwommen wahrgenommen werden, je nachdem, wie stark die Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist. Besonders beim Autofahren macht sich eine bisher nicht festgestellte Kurzsichtigkeit schnell bemerkbar, wenn die Schilder erst recht spät gelesen werden können. Bei verschiedenen Tests ist immer wieder zu beobachten, wie viele Menschen eigentlich kurzsichtig sind und dies manchmal selbst gar nicht bemerkt haben.
Mit der Diagnose Kurzsichtigkeit muss sich allerdings nun niemand abfinden, denn es gibt durchaus adäquate Hilfen bei Kurzsichtigkeit. Zum einen kommen Brillen und Kontaktlinsen infrage, zum anderen moderne Methoden wie Lasek oder Lasik. Bei der Lasik Methode können beide Augen meist gleichzeitig behandelt werden. Die Behandlung kann ambulant erfolgen und ist für den Patienten, der sich für eine Lasik-OP entschieden hat, schmerzfrei. Mit einem Mikrokeratom wird ein feines Hornhautscheibchen aufgeklappt, um dann die Hornhautschichten mit einem Excimer Laser – einem computergesteuerten Laser – zu modellieren.
So wird die Fehlsichtigkeit korrigiert. Danach wird die kleine Hornhautscheibe wieder zurückgeklappt. Diese schützt nun das behandelte Auge, so dass in der Regel kein spezieller Verband angelegt werden muss. Allerdings kann nicht jeder, der an einer Fehlsichtigkeit leidet, mittels Lasik oder Lasek behandelt werden. Im Einzelfall ist eine Lasik-OP immer durch den behandelnden Arzt zu prüfen.