Jan 27

Derzeit (Stand Januar 2010) bieten nur sehr wenige Kliniken in Deutschland Femto-Lasik an. Das liegt nicht zuletzt an den hohen Kosten für das Gerät. Ein Femtosekunden-Laser ist der neueste technische Stand der refraktiven Chirurgie und schlägt mit etwa 350.000 Euro zu Buche.

Damit sich der Femtosekunden-Laser amortisiert, sind zahlreiche Patienten nötig. Daher wird er auch derzeit nur in Spezialzentren verwendet. Zu den Kliniken und Zentren, die Femto-Lasik anbieten, zählen unter anderem die Euro-Augenlaserklinik in Nürnberg-Fürth, das FreeVis LASIK Zentrum des Universitätsklinikums Mannheim, die Euroeyes alz Augenklinik am Stachus in München und die Augenklinik am Marienplatz in München.

Die Euro-Augenlaserklinik in Nürnberg-Fürth bietet die Femto-Lasik mit dem Intralase FS Laser seit dem Jahre 2005 an. Ebenfalls seit 2005 hat das FreeVis LASIK Zentrum des Universitätsklinikums Mannheim Femto-Lasik mit dem Intralase FS Laser im Angebot. Bereits seit 2004 werden an der alz Augenklinik Lasik Operationen mit dem Intralase Femtosekundenlaser durchgeführt.

Auch die Augenklinik am Neumarkt in Köln bietet Femto-Lasik an. Wer wissen möchte, ob seine Augen für eine Sehkorrektur mit dem dortigen Intralase Femtosekundenlaser geeignet sind, kann sich in der Augenklinik am Neumarkt in Köln zu einem gratis Quick-Check einfinden. Diese Termine finden ohne Voranmeldung statt. Kontaktlinsen sollten am Tag der Untersuchung nicht getragen werden.

 

Jan 27

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Stand Januar 2010) werden die Kosten für refraktive Hornhautchirurgie, zu denen Lasik, Lasek, PRK (Photorefraktive Keratektomie) und ähnliche Verfahren gehören, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Begründet wird dies damit, dass für eine Korrektur der Kurzsichtigkeit etablierte und zuverlässige Methoden zur Verfügung stehen. Damit sind Brillen oder Kontaktlinsen gemeint. Dass diese Hilfsmittel zwar bei einigen Menschen Nachteile mit sich bringen, die allerdings individuell und nicht medizinisch begründet sind, ist für eine Übernahme der Kosten durch die GVK nicht ausreichend.

Anders sieht es bei der PTK (Phototherapeutische Keratektomie) aus. Diese therapeutische Laserbehandlung kann nach schriftlichem Antrag von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, wenn alternative Therapiemethoden nicht erfolgreich waren.

Und wie sieht es mit der Kostenübernahme von Lasek bei privaten Krankenkassen aus? Zahlt die PKV eine Lasik Behandlung? Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen werden die Kosten für Lasik-Chirurgie von den privaten Krankenkassen teilweise oder vollumfänglich übernommen.

Allerdings muss es sich um eine medizinisch notwendige Heilbehandlung handeln, damit die PKV die Kosten für eine Korrektur der Fehlsichtigkeit durch refraktive Hornhautchirurgie übernimmt. Erste Urteile in diesen Fällen wurden bereits gesprochen, allerdings ohne generalisierungsfähigen Inhalt.

In Bezug auf die steuerliche Behandlung einer Lasik OP sollen die Kosten für die refraktive Hornhautchirurgie als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar sein. Zu diesem Sachverhalt hat die Oberfinanzdirektion Koblenz entschieden. (Quelle: Oberfinanzdirektion Koblenz vom 22.06.2006 S 2284 A – St 32 3)