Okt 15

Es war nicht so, dass die Brille ansich mich gestört hätte, nur dass man bei -7 Dioptren nicht mal ohne Brille schwimmen konnte, war schon lästig. Diverse Versuche mit Kontaktlinsen waren fehlgeschlagen. da ich diese nicht vertrug und nach kurzer Zeit mit tränenden Augen da saß. So entschloss ich mich, als es die ersten Langzeiterfahrungen gab zum Lasern. Per Internet suchte ich einen erfahrenen und gut ausgestatteten Arzt. Da ich neben der Kurzsichtigkeit auch an einer Hornhautverkrümmung litt waren die Lasergeräte der neuesten Generation erforderlich. Ich fand schließlich einen Arzt in Köln, der diese Lasikoperationen seit vielen Jahren durchführt und mit dem Laserhersteller in der Entwicklung zusammenarbeitet sowie andere Ärzte schult. Nachdem bei einer Voruntersuchung sichergestellt war, dass die Lasikoperation bei mir möglich war, kam dann der ersehnte Termin. Zunächst erfolgten Voruntersuchungen, danach durfte ich durch die Stadt laufen bis die Pupillen nach dem Tropfen wieder auf normale Größe geschrumpft waren. Danach ging es ins OP. Zunächst wurden Lokalanästetika ins Auge getropft, dann ging es auch schon los. Natürlich war ich nervös, aber es gab wirklich keinen Grund dazu. In wenigen Minuten war die OP vorbei, und ich fand auch den Moment, als der Schnitt in die Hornhaut erfolgt und diese weggeklappt wurde, so dass man für einen Moment nichts sah, überhaupt nicht schlimm. Das eigentliche Lasern dauert nur Sekunden. Anschließend konnte ich noch ein Video mitnehmen, erhielt Antibiotika- und Cortisontropfen sowie eine Schutzbrille für die Nacht und wurde für den Folgetag wieder einbestellt. Die Sehkraft war sofort da, aber die Augen tränten noch einige Tage wie bei einer Bindehautentzündung. Außerdem war ich in der ersten Zeit sehr lichtempfindlich und bin bei jedem Sonnenstrahl mit Sonnenbrille herumgelaufen. Aber ich würde mich jederzeit wieder lasern lassen. Das rechte Auge hat zwar nicht ganz 100% Sehkraft erreicht, aber es reicht zum Autofahren ohne Brille. Ein kostenloses Nachlasern innerhalb eines Jahres wäre sogar möglich gewesen, um die Sehkraft des rechten Auges noch zu verbessern, aber ich fand es so schon einfach großartig. Und vielleicht lässt sich bei der ganz leichten Kurzsichtigkeit auch die Alterssichtigkeit noch etwas verzögern.

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Mrz 17

I) Überkorrektur
Nach einer Operation mit LASIK-Verfahren kommt es bei Patienten regelmäßig zu einer leichten Überkorrektur, welche die Heilungsvorgänge des Körpers ausgleichen soll. Kurzsichtige werden in den ersten Wochen nach einer Operation mit LASIK-Verfahren Probleme beim Lesen haben. Ab dem 40. Lebensjahr müsse diese wahrscheinlich vorübergehend eine Lesebrille benötigen. Nach einer Operation mit LASIK-Verfahren bei Weitsichtigkeit kann der Patient in den ersten Tagen und Wochen eine leichte Kurzsichtigkeit feststellen, welche aber unter Umständen vorübergehend mit einer Brille für die Ferne ausgeglichen werden kann.

II) Regression
Mögliche Nebenwirkungen können eine teilweise Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Wochen nach dem Eingriff bewirken. Im Falle einer unzureichenden Korrektur kann eine Nachbehandlung erfolgen.

III) Beeinträchtigungen beim Dämmerungssehen
Eine Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht mit Wahrnehmung von Halos (Lichterscheinungen) und Schattenbildern tritt. Diese Veränderungen treten in der Regel nur bei Kurzsichtigkeit über - 5 Dioptrien und bei Weitsichtigkeit auf.

IV) Trockenheit, Sandkorngefühl
Vorübergehend kommt es häufig zu einer vermehrten Trockenheit der Augen. Diese kann sich in einem leichtem bis mäßigem Fremdkörpergefühl äußern, welche Schwankungen in der Sehschärfe verursachen können.

V) Störung des beidäugigen Sehens
Lässt man eine beidseitige Fehlsichtigkeit beheben, kann nach der Operation des ersten Auges bis zur Operation des zweiten Auges zu Problemen beim beidäugigen Sehen kommen (bedingt durch die Ungleichheit der beiden Augen). Unter diesen Umständen können Doppelbilder, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen auftreten. Weiterhin ist zu beachten, dass man erst nach beiden Operationen der Augen wieder ein Fahrzeug führen kann und auch erst darf. Deshalb werden in der Regel beidseitige Operationen am Auge am selben Tag vorgenommen.

VI) OP-Komplikationen
Beim Schneiden der Hornhautlamelle kann es zu Epithelablösungen und Schnittfehlern kommen. Jedoch heilen diese zumeist folgenlos ab. In seltenen Fällen kann es nach einer Operation mit LASIK-Verfahren durch Reiben des Auges zu einer Verschiebung des Hornhautdeckelchens kommen, so dass eine erneute Operation durchgeführt werden muss.

Sehr seltene Nebenwirkungen bei einer frühen Wundheilung können als zarte Fältelungen des Hornhautdeckelchens und mikroskopische Linienbildungen an dessen Innenseite darstellen. In der Regel können diese Nebenwirkungen durch eine Nachbehandlung des Hornhautdeckelchens wieder korrigiert werden.

In den ersten Wochen kann es zu einem Einwachsen des Epithels kommen. Eventuell muss durch eine weitere Operation dieses entfernt werden. Eine solche Nebenwirkung ist erst 4 - 6 Wochen nach der Operation mit LASIK-Verfahren erkennbar. Daher sollten unbedingt alle Nachkontrollen eingehalten werden.

Sehr seltene Nebenwirkungen können sterile Entzündungsreaktionen bei der Wundheilung sein, die, sollten sie nicht behandelt werden, das Sehvermögen erheblich herabsetzen. In diesen Fällen lässt sich ein dauerhafter Schaden vermeiden bzw. weitgehend begrenzen durch eine konsequente Behandlung mit Medikamenten.

Als extrem seltene Nebenwirkungen gelten schließlich eine Dezentrierung (Verschiebung der Behandlungszone zur Pupillenmitte) mit Wahrnehmung von Doppelkonturen, eine Infektion, eine starke Narbenbildung sowie eine Vorwölbung der Hornhaut, auch Keratektasie genannt. Alle Nebenwirkungen treten mit erheblicher Minderung des Sehvermögens auf, wobei in seltenen Ausnahmen eine Hornhauttransplantation erforderlich ist.

Dennoch bei Erfolg einer Operation mit LASIK-Verfahren ist für jeden Patienten ab dem 45. Lebensjahr mit dem Gebrauch einer Lesebrille zu rechnen, wie auch jeder Normalsichtige.